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2026-08-02 17:01:18 +02:00
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commit eff6403dd5
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@@ -0,0 +1,160 @@
# AeroMC CurseForge-Weiterleitung
Kleiner Dienst, der den CurseForge-API-Schlüssel hält und die Anfragen
stellvertretend für den Launcher stellt.
## Wozu das Ganze
CurseForge erlaubt es nicht, den API-Schlüssel weiterzugeben. In einer
verteilten `.exe` wäre er für jeden auslesbar das Entpacken einer
Electron-Anwendung dauert keine Minute. Deshalb bleibt der Schlüssel hier
auf dem Server, und der Launcher kennt nur die Adresse dieses Dienstes.
## Wege
| Weg | Zweck |
|---|---|
| `GET /health` | Lebenszeichen, verrät nichts über den Schlüssel |
| `POST /v1/mods/files` | Dateiliste auflösen, Rumpf `{ "fileIds": [...] }`, höchstens 100 je Anfrage |
| `GET /v1/download?url=…` | Mod-Datei durchreichen; das CurseForge-CDN verlangt seit Juli 2026 ebenfalls einen Schlüssel |
## Einrichten
```bash
cp .env.example .env
# CF_API_KEY eintragen
```
### Ohne Docker
Braucht nur Node 18 oder neuer, keine Pakete.
```bash
node index.js
```
Dauerhaft über systemd: `aeromc-cf-proxy.service` nach
`/etc/systemd/system/` kopieren, Pfade und Benutzer darin anpassen, dann
```bash
systemctl daemon-reload
systemctl enable --now aeromc-cf-proxy
```
### Mit pm2
`ecosystem.config.js` liegt bei und liest die `.env` selbst ein pm2 tut das
von sich aus nämlich nicht.
```bash
pm2 start ecosystem.config.js
pm2 save
pm2 startup # einmalig, für den Start nach einem Neustart
```
Nach jeder Änderung an der `.env`:
```bash
pm2 restart aeromc-cf-proxy --update-env
```
Ohne `--update-env` behält pm2 die alten Werte, und du suchst lange nach dem
Grund, warum der neue Schlüssel nicht greift.
Nachsehen, ob er läuft:
```bash
pm2 logs aeromc-cf-proxy --lines 20
```
**Nicht auf Cluster-Betrieb umstellen.** Die Konfiguration steht bewusst auf
`exec_mode: 'fork'` mit einem Prozess. Die Ratenbegrenzung zählt im
Arbeitsspeicher bei vier Arbeitern hätte jeder seine eigene Zählung, und
die Grenze wäre in Wahrheit viermal so hoch wie eingestellt.
### Mit Docker
```bash
docker compose up -d
```
## Launcher einstellen
In den Launcher-Einstellungen unter **Netzwerk → CurseForge** die Adresse
eintragen, zum Beispiel `https://cf.example.de`. Das Feld „Eigener API-Key"
bleibt leer wer dort einen Schlüssel einträgt, geht direkt zu CurseForge
und nutzt diesen Dienst nicht.
Soll die Adresse für alle Nutzer voreingestellt sein, trage sie in
`src/services.js` bei `STANDARD_WEITERLEITUNG` ein. Die Adresse ist kein
Geheimnis, nur der Schlüssel ist eines.
## Absicherung
Der Dienst steht offen im Netz. Eingebaut ist:
- **Host-Liste** durchgereicht wird nur an `edge.forgecdn.net`,
`mediafilez.forgecdn.net` und `media.forgecdn.net`. Ohne diese Prüfung
könnte jemand den Dienst Adressen in deinem Heimnetz abrufen lassen und
die Antwort mitlesen.
- **Umleitungen** werden selbst verfolgt und bei jedem Sprung erneut gegen
die Host-Liste geprüft, höchstens vier Sprünge.
- **Ratenbegrenzung** je Absender, einstellbar über `RATE_LIMIT_PER_MIN`.
- **Größengrenze** für durchgereichte Dateien über `MAX_DOWNLOAD_MB`.
- **Optionales Token** über `CF_PROXY_TOKEN`.
Zum Token eine ehrliche Einordnung: Es steckt dann auch im Launcher und ist
dort auslesbar. Es hält Gelegenheitsnutzer ab, keine entschlossenen. Die
Ratenbegrenzung ist der wirksamere Schutz für dein Kontingent.
### Reverse-Proxy: `TRUST_PROXY` richtig setzen
`TRUST_PROXY` ist keine Ja/Nein-Angabe, sondern die **Anzahl der Stufen** vor
dem Dienst: `0` ohne Proxy, `1` mit Nginx Proxy Manager, `2` mit Cloudflare
davor.
Der Grund: nginx **ergänzt** `X-Forwarded-For`, statt es zu ersetzen. Schickt
ein Aufrufer selbst `X-Forwarded-For: 1.2.3.4`, steht hinterher
`1.2.3.4, <echte-IP>` darin. Deshalb wird von rechts gezählt die eigenen
Proxy-Stufen sind die einzigen Einträge, die niemand von außen setzen kann.
Zu hoch angesetzt, greift der Dienst auf einen Eintrag zu, den der Aufrufer
selbst erfunden hat: Dann kann sich jeder mit jeder Anfrage eine neue Adresse
ausdenken und die Ratenbegrenzung ins Leere laufen lassen. Im Zweifel `0`.
### Nginx Proxy Manager
Im Proxy Host eintragen:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Scheme | `http` |
| Forward Hostname / IP | Containername oder LAN-Adresse des Dienstes |
| Forward Port | `8420` |
| Block Common Exploits | an |
| Websockets Support | nicht nötig |
Im Reiter **SSL**: Let's-Encrypt-Zertifikat anfordern, „Force SSL" und
HTTP/2 aktivieren. Ohne HTTPS ginge das Token im Klartext über die Leitung.
Im Reiter **Advanced** empfiehlt sich für die durchgereichten Mod-Dateien:
```nginx
proxy_buffering off;
proxy_read_timeout 300s;
```
Ohne `proxy_buffering off` schreibt nginx große Dateien erst vollständig in
eine temporäre Datei, bevor der Launcher das erste Byte sieht bei
mehreren hundert MB fühlt sich das wie ein Hänger an.
Läuft der Nginx Proxy Manager selbst in Docker, gehören beide ins gleiche
Docker-Netz und der Port muss gar nicht nach außen gebunden werden: In der
`docker-compose.yml` dann den `ports`-Block weglassen. Sonst wenigstens auf
`127.0.0.1:8420:8420` einschränken, damit der Dienst nicht an der Absicherung
des Proxys vorbei erreichbar ist.
## Was der Dienst nicht tut
Er speichert nichts, protokolliert keine Adressen der Nutzer und gibt
Schlüsselfehler von CurseForge nicht im Wortlaut nach außen weiter.